Kokosmilch. Eine pflanzliche Milchalternative.

12.11.2018
Kann man Kuhmilch einfach durch Kokosmilch ersetzen?

 

Kokosmilch ist ein wässriger Extrakt der Kokosnuss – gepresstes Kokosnussfruchtfleisch, verdünnt mit Wasser. Dieser ähnelt dem Erscheinungsbild der Kuhmilch – ist aber nur ein pflanzliches Milchersatzprodukt.

 

Die Bezeichnung Milch ist hierbei verwirrend, da eigentlich gemäß der EU-Verordnung pflanzliche Milchersatzprodukte mit der Bezeichnung Milch nicht deklariert werden dürfen. Pflanzliche Milchersatzprodukte werden offiziell als „Drink“ bezeichnet. Kokosmilch bildet dabei die Ausnahme, da sie bereits vor der Verordnung unter dieser Bezeichnung auf dem Markt war.

 

Der Pflanzendrink Kokosmilch ähnelt der Kuhmilch in Farbe und Konsistenz. Die Verwendungsmöglichkeiten sind, da es sich um ein Milchersatzprodukt handelt, gleich. Geschmacklich können die beiden Produkte aber nicht miteinander verglichen und damit auch nicht gegeneinander ausgetauscht werden. Am ehesten ist es noch bei der Zubereitung von Müsli und Süßspeisen vorstellbar, da die Kokosmilch ein nussartiges Aroma aufweist und damit das bekannte Geschmacksempfinden, welches wir auf Basis von Kuhmilcherzeugnissen kennen, nicht verfälscht.

 

 


 
Was muss man bei der Zubereitung beachten?

 

Die Kokosmilch hat einen hohen Fettgehalt, so um die 20 Prozent. Aufgrund dieser Tatsache ist sie beim Kochen eher als Sahne einzustufen. Beim Öffnen der Dose oder der Verpackung erkennt man das bereits an der weißen, cremigen Konsistenz. Es bietet sich also an, zum Beispiel die Suppe mit einem Schuss Kokosmilch zu verfeinern. Alternativ kann man die Kokosmilch selbst mit Wasser oder Gemüsebrühe verdünnen, so dass die Konsistenz flüssig ist. Auf diese Weise kann man auch den energetischen Wert der Mahlzeit, also den Kaloriengehalt reduzieren.

 

Die handelsübliche Kokosmilch ist durch Erhitzen haltbar gemacht und kann gemäß den Angaben ungekühlt lange aufbewahrt werden. Vor dem Verzehr sollten sie gut geschüttelt werden, da die festen Bestandteile sich leicht absetzen. Geöffnet hält sie sich im Kühlschrank ungefähr drei Tage.

 

Kokosmilch kann problemlos erhitzt werden.

 


 
KOKOSMILCH – im Küchenalltag?
Rezeptklassiker ist mit Sicherheit Curry – aber was kann man noch alles Leckeres mit Kokosmilch zaubern?
 

Kokoskmilch hat einen angenehm frisch-süßlichen Geschmack und kann die klassische Küche dadurch bereichern. Neben dem bekannten Thai-Curry dient es als Basis für alle asiatischen Gerichte: Suppen, Eintöpfe und Speise mit Gemüse und Fleisch. Außerdem lässt es sich wunderbar einsetzen für alles rund um Obst: Ananas, Pfirsch und Mango. Zum Beispiel ein Obstsalat aus Ananas mit Kokosmilch, alternativ Obst gemischt mit Quark, der mit Kokosmilch angerührt wird. Dieser erhält so eine milde, exotische Note. Zu probieren wäre auch ein Panna Cotta aus Kokosmilch, der für die vegane Ernährung geeignet ist. Oder ein Kokos-Zitronen Pudding, angerührt mit Kokosmilch und Speisestärke. Selbst Mousse-au-Chocolat kann damit hergestellt werden. Neben den Desserts können natürlich auch Kuchen, wie zum Beispiel Blaubeer-Cupcakes aus Kokosmilch oder Waffeln und Pancakes gebacken werden. Wer experimentierfreudig ist, sollte ein Stein-Pilz Risotto aus Kokosmilch und Gemüsebrühe rühren. Eine klassisch leckere Gemüsemahlzeit ist auch der Kartoffel-Gemüse-Auflauf mit Kokosmilch und Käse überbacken. Eine weitere Variante: Geschnetzelte mit Kokosmilch. Auch zum Frühstück kann Kokosmilch genutzt werden: Als Sahne im Kaffee, ein exotisches Müsli - allerdings sollte hier die Kokosmilch mit Wasser verdünnt werden, ebenso wie bei der heißen Schokolade oder einem Smoothie. Bekannt bei uns ist natürlich auch die Pina Colade, die traditionell mit Kokosmilch gemixt wird. Eine Kürbissuppe im Herbst erhält durch einen Schuss Kokosmilch einen ausgefallenen Geschmack. Auszuprobieren wäre im Sommer eine Gurken-Kokos-Kaltschale.

 

Die Möglichkeiten sind unbegrenzt und Rezepte findet man viele. Je nach Geschmacksempfinden darf ausprobiert werden.

 


 

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Kokosmilch und Kokoswasser?
 

Kokoswasser ist die Flüssigkeit, die sich in der Nuss – bevor sie reift – befindet. Kauft man eine Kokosnuss und öffnet diese, kann man das Kokoswasser direkt trinken. Es ist klar und schmeckt leicht süß.

 

Kokosmilch hingegen wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss hergestellt. Dieses wird zerkleinert, mit Wasser gemischt und gepresst, d.h. die Feststoffe werden abgetrennt. Übrig bleibt eine weiß bis gräuliche Flüssigkeit. Industriell hergestellt, wird die so gewonnen Kokosmilch homogenisiert, pasteurisiert bzw. ultrahocherhitzt, um die Haltbarkeit zu gewährleisten. Allerdings gibt es sehr unterschiedliche Varianten von Kokosmilch auf dem Markt. Viele Anbieter geben Konservierungs- und Verdickungsmittel zur besseren Stabilität und Haltbarkeit hinzu. Ein Lesen der Zutatenliste ist auch hier auf jeden Fall sinnvoll. In der Regel ist die Kokosmilch in Bio-Qualität ausschließlich aus Wasser und Kokosmilch.

 

Es gibt auch noch den Kokosdrink, der ist vergleichbar mit anderen Pflanzendrinks, da er hauptsächlich Wasser und weniger als 10 Prozent Kokosmilch oder –Fruchtfleisch enthält.

 

 

 

 

 

Foto: Kokosmilch coconut milk